Baccara

Baccara gilt als altes Kartenspiel. Man nennt es auch das Spiel der Könige, weil es oft und gerne in adligen Kreisen gespielt wurde. Die ursprüngliche Version, die auch Chemin de Fer, was auf französisch Eisenbahn bedeutet und daher rührt, dass der Schlitten von Spieler zu Spieler „gleich einer Eisenbahn“ weitergereicht wird, spielt man mit 6 Decks à 52 Blatt, ähnlich wie bei dem beliebten Casinospiel Blackjack. Wenn der Neuling das erste mal in einem Kasino Baccara spielt wird er sich über das Kartenspiel wundern, denn die Spielkarten enthalten keine „Wertmarkierung“.

Ziel des Kartenspiels ist es, mit zwei oder drei Karten 9 Punkte zu bekommen oder zumindest mehr Punkte zu erzielen als der Gegner. Um die Punktzahl auszurechnen werden die Kartenwerte addiert. Dabei hat jede Karte den Wert, der auf ihr steht, also eine Zwei zählt 2 Punkt. Zehner und Bilder zählen 0 Punkte. Erreicht die Gesamtpunktzahl einen Wert über 9, so geht es wieder bei 0 los. So bedeutet z.B. ein Kartenwert von 7 und einer von 4 nicht 7+4=11 Punkte sondern 1 Punkt. Man kann sich also nicht wie beim Black Jack „überkaufen“, geht jedoch das Risiko ein, mit einer zusätzlich gezogenen Karte eine kleinere Gesamtpunktzahl zu erhalten wie vorher.

Das Spiel läuft wie folgt ab: ein Spieler wird „zur Bank“. Er bekommt den Schlitten mit den Karten und kann einen beliebigen Einsatz wählen, der in der Regel jedoch vom Kasino mit einem Mindest- und einem Maximumeinsatz begrenzt wird. Die übrigen Spieler können nun gegen den Banquier wetten, indem sie seinen Einsatz bezahlen. Der Spieler, welcher den höchsten oder gar den ganzen Einsatz der Bank gezahlt hat wird zur Ponte und darf gegen die Bank spielen.

Sind die Einsätze getätigt, so beginnt das eigentliche casino spielen. Der Banker teilt die Karten verdeckt wie folgt aus: die erste Karte erhält der Ponte, die Zweite der Banquier, die Dritte wieder der Ponte und die Vierte wieder die Bank. In dieser Situation kommt die sogenannte Palette ins Spiel, jenes Gerät welches aussieht wie ein Rotorblatt eines Deckenventilators und das wohl zu einer Art „Wahrzeichen“ dieses Kartenspiels geworden ist. Auf ihn legt der Banquier die Karten für den Ponte und der Croupier reicht mit Hilfe der Palette dem Ponte sein Blatt.

Nachdem die ersten 4 Karten ausgeteilt wurden ist der Ponte am Zug. Er zählt sein Punkte und muss nach folgenden Regeln handeln: 0 bis 4 Punkte heißt noch eine Karte, bei 5 Punkten hat er freie Wahl, 6 oder 7 Punkte er darf keine Karte mehr ziehen und 8 oder 9 Punkte er deckt seine Karten auf. Im letzten Fall muss auch der Banquier sein Blatt aufdecken und keine weiteren Karten werden gezogen. Das gilt in der Spielbank wie auch im Online Casino.

Nun ist der Banquier dran. Er deckt seine Karten auf. Hat er 8 oder 9 Punkte, so wird eine von dem Ponte gewünschte Karte nicht mehr ausgeteilt, der Banquier hat gewonnen. Bei einer andere Punktzahl teilt der dem Ponte gegebenenfalls eine weiter Karte offen aus. Nun kann der Banquier entscheiden, ob er eine weitere Karte haben will. Zwar gibt es auch für ihn gewisse Regeln, aber grundsätzlich muss er, genau wie der Ponte sich nicht an diese Ziehungsregeln halten. Der Spieler mit der höchsten Punktzahl gewinnt, bei gleicher Punktzahl ist der Coup ungültig und nichts passiert. Verliert der Bankhalter, so muss er die „Bank“ weitergeben. Gewinnt er, so kann er entscheiden, ob er „aufhört“ und seinen Casino Gewinn einheimst oder ob er weiter Banquier bleibt. In diesem Fall darf er kein Geld aus dem „Pott“ abziehen was bedeutet, dass sein Einsatz und sein möglicher Gewinn jetzt doppelt so hoch sind wie vorher.